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KINDLE í Aberland ´ B rgerliche M tter, b rgerliche T chter ein bitterb ses Portr t zweier Frauen GenerationenElisabeth versucht w rdevoll zu altern Ihr gutb rgerliches Leben ist am ehesten charakterisiert durch das, was sie alles nicht getan hat sie hat nicht studiert und nicht gearbeitet, sie hat ihre Kinder nicht vernachl ssigt und ihren Mann nicht mit dem K nstler Jakob betrogen, sie hat der Schwiegermutter nicht die Stirn geboten und stellt noch immer nicht den Anspruch, ins Grundbuch der Jugendstilvilla eingetragen zu werden Mit Zynismus und verhaltener Selbstreflexion beobachtet sie das Altern der Frauen um sie herum Und sie beobachtet ihre Kinder, vor allem Franziska die zu Wutausbr chen neigt, mit den Anforderungen der Gesellschaft an ihre Mutterrolle hadert und die theoretische Gleichberechtigung von Mann und Frau im Alltag nicht einl sen kann Auch sie hat ihre Visionen nicht verfolgt, weder beruflich noch privat, und begn gt sich mit einem fast fertigen Studium und einem fast geliebten Mann Es scheint, als habe sich dieser zahnlose Feminismus von einer Generation an die n chste vererbtGertraud Klemm, die mit einem Kapitel aus diesem Roman den Publikumspreis in Klagenfurt gewann, schildert eine gesellschaftliche Situation, in der mit viel ja aber die wichtigen Entscheidungen verschoben und verhindert werden, und ihr Blick auf die Lage ist gnadenlos, bissig und aus Verzweiflung wahninnig komisch Puh Das erste Buch im Neuen Jahr ist von einschneidender Wahrhaftigkeit Klemm bringt so viele unausgesprochene und noch nicht einmal gedachte, aber unterschwellig in uns brodelnde Wahrheiten bers Muttersein, Familienbande und Altwerden auf den Punkt, dass ich das Buch nach den ersten Seiten am liebsten wieder zur Seite gelegt h tte Meiner guten Laune wegen Ging aber nicht, weil zu gut geschrieben Ihr Blick auf das Altern der M nner zeigt leider deutlich mehr Gnade, was ich ein bisschen gem Puh Das erste Buch im Neuen Jahr ist von einschneidender Wahrhaftigkeit Klemm bringt so viele unausgesprochene und noch nicht einmal gedachte, aber unterschwellig in uns brodelnde Wahrheiten bers Muttersein, Familienbande und Altwerden auf den Punkt, dass ich das Buch nach den ersten Seiten am liebsten wieder zur Seite gelegt h tte Meiner guten Laune wegen Ging aber nicht, weil zu gut geschrieben Ihr Blick auf das Altern der M nner zeigt leider deutlich mehr Gnade, was ich ein bisschen gemein und schade finde Nach soviel eiskalter Wahrheit brauche ich jetzt dringend wieder Fiktion Und einen Rotwein 3,7 Sterne und ja, da ist durchaus eine Art Heimatbonus enthalten Die Geschichte der beiden Frauen betrifft mich in gewisser Weise ganz konkret, entsprechend habe ich mich ber so mache bissige Formulierung sehr gefreut Und der Kampf gegen das Alter war ebenso voller kluger Beobachtungen Trotzdem wurde es mir im mittleren Teil des ohnehin nur schmalen B chleins etwas zu langatmig, manches Klischee ein wenig zu breit ausgewalzt.Aber ich mochte den Sprachduktus sehr, die Art, wie in langen 3,7 Sterne und ja, da ist durchaus eine Art Heimatbonus enthalten Die Geschichte der beiden Frauen betrifft mich in gewisser Weise ganz konkret, entsprechend habe ich mich ber so mache bissige Formulierung sehr gefreut Und der Kampf gegen das Alter war ebenso voller kluger Beobachtungen Trotzdem wurde es mir im mittleren Teil des ohnehin nur schmalen B chleins etwas zu langatmig, manches Klischee ein wenig zu breit ausgewalzt.Aber ich mochte den Sprachduktus sehr, die Art, wie in langen Satzgef gen trocken und punktgenau mit ironischem Augenzwinkern ausgeteilt wurde.Die Autorin werde ich mir merken Ein ausgezeichneter Roman Zwei Frauen, Mutter und Tochter, beide weit weg von ihrer Selbstverwirklichung und deswegen ungl cklich Sie f hlen sich allein gelassen und unverstanden Sie haben Tr ume aufgegeben und sich damit abgefunden Elisabeth, die Mutter, besch ftigt der unerwartete Tod ihrer besten Freundin und Lebensst tze, mit der sie sich ein lesbisches Liebesverh ltnis h tte vorstellen k nnen Dazu kommt die Pensionierung ihres Mannes, der sie immer wieder mit j ngeren Frauen betr gt, s Ein ausgezeichneter Roman Zwei Frauen, Mutter und Tochter, beide weit weg von ihrer Selbstverwirklichung und deswegen ungl cklich Sie f hlen sich allein gelassen und unverstanden Sie haben Tr ume aufgegeben und sich damit abgefunden Elisabeth, die Mutter, besch ftigt der unerwartete Tod ihrer besten Freundin und Lebensst tze, mit der sie sich ein lesbisches Liebesverh ltnis h tte vorstellen k nnen Dazu kommt die Pensionierung ihres Mannes, der sie immer wieder mit j ngeren Frauen betr gt, sowie der Tod der dementen Schwiegermutter Franziska, die Tochter, f hlt sich gefangen in einem Leben mit Mann und Kind, ohne eigene Karriere und sie f hlt sich allein gelassen und berfordert mit den Aufgaben im Haushalt und der Kindererziehung Auch eine kurze Aff re mit einem wesentlich lteren K nstler pikanterweise auch ein enger Freund der Mutter ndert nichts an ihren Selbstzweifeln Die Dissertation, an der sie schon so lange bastelt, wird zum verzweifelten Versuch, ber das Leben wieder selbst zu bestimmen Das alles geschrieben mit einem guten Schuss Selbstironie und Zynismus und in einem Stil, der einen reinzieht einfach wunderbar zu lesen und wirklich schade, dass das Buch es nicht von der Longlist auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises geschafft hat Sehr empfehlenswert Im Vergleich zum thematisch hnlichen, ebenfalls auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2015 stehenden, Bodentiefe Fenster enth lt dieser Roman mehr Substanz Handwerklich gut geschrieben war es aber die Verschr nkungen der Perspektiven Mutter, Tochter , die durch die zwei Erz hlstr nge an manchen Stellen entstand, die mir besonders gut gefielen z.B der Blick der Mutter auf die Tochter Lesenswert, wenn auch kein Muss.